Der OV Ulm informiert

Jahresübung 2018

Ein Bericht von: Walter Link

Nach mehrwöchiger Planung und Vorbereitung war es am Wochenende von 25. auf den 27. Mai soweit und der Technische Zug machte sich in Bewegung nach Stetten am kalten Markt.

 

Bis zu Beginn der Übung waren den Helfern weder der Austragungsort, noch der Umfang bekannt. Im Rahmen der Zivil-Militärischen Zusammenarbeit (ZMZ) wurde der Truppenübungsplatz „Heuberg“ in Stetten angefahren. 30 Helferinnen und Helfer sammelten sich am späten Nachmittag, schlossen letzte Verladearbeiten ab und machten sich im geschlossenen Verband in Marsch.

Erster Teil der Übung war eine Ausbildung für die Kraftfahrer, Aufgeteilt in insgesamt 4 Etappen wurde das Ziel nach und nach angefahren. Bei jedem Halt wechselten die Fahrer durch und mussten sich einen Weg zum nächsten Durchlaufpunkt auf der Karte suchen. Ziel war es den Kraftfahrern zu ermöglichen, sich bei der Bewältigung von längeren Strecken und in der lokalen Orientierung zu beüben.

Nach etwas mehr als 5 Stunden rollte der Verband beim Meldekopf ein, wurde registriert und die Helfer konnten Ihre Unterkunft beziehen. Nach einer Einweisung ins Gelände und den Zeitplan des Folgetages konnte der Abend am Grill ausklingen bevor um Mitternacht die Nachtruhe eingeläutet wurde.
Direkt um 07:00 Uhr in der Früh begann der Tag mit der persönlichen Morgenhygiene und dem Frühstück. Parallel dazu gab es die Lageeinweisung an die Gruppenführer, diese sollten die Gruppenstärke ausgleichen um Ihre Aufträge zu bewältigen und anschließend Einzelaufträge vergeben.

Der Vormittag war mit einer einfachen Lage gefüllt. Die Fachgruppe Räumen führte zusammen mit der Fachgruppe Wassergefahren die Aufbereitung einer Freifläche durch. Fiktiv sollten dort Zelte für eine Obdachlosen-Unterkunft nach einem Wirbelsturm im Einsatzgebiet „Schwäbisch Sibirien“ aufgestellt werden. Zeitgleich wurde ein Fläche verdichtet und 2 Anhöhen zur Errichtung einer Brücke wurden gefordert.
In einem abgelegenen Einsatzabschnitt hatten die Bergegruppen allerhand zu tun, der besagte Wirbelsturm sorgte für großflächige Zerstörung und zahlreiche Bewohner von Schwäbisch Sibirien wurden weiterhin vermisst. Auf einer Fläche von 800m x 650m war es das Ziel über 30 Gebäude, ein Waldstück, ein Tunnelsystem, mehrere Trümmer zu durchsuchen und aufgefundene Personen zu bergen.

Nach einem Erfolgreichen Vormittag und einer Mittagspause mit erneuter Befehlsausgabe ging es in die komplexe Lage mit geringem Zeitansatz über. Es wurden EGS-Übergänge gebaut, die Brücke in der Obdachlosen-Unterkunft finalisiert, Bäume auf Straßen beseitigt und vermisste Personen in einem Baugebiet gesucht, in welchem Giftgas ausgetreten war. Die Helfer und auch die Unterführer stellten sich ständig neuen Lagemeldungen, Personalausgleich und fingierten Gefahren.

In der Abenddämmerung war die Lage vorbei und alle konnten durchatmen. Müde Gesichter mit spitzen Mundwinkeln waren zu sehen. Schweissperlen auf den Backen und schmutzige Einsatzkleidung erzählten eine eigene Geschichte.
Alles in allem verlief die Übung durchweg positiv und auch das Feedback der Helfer war dementsprechend. Es ergaben sich neue Erkenntnisse über die Einsatzbereitschaft, das Material und auch die Arbeit miteinander.

In Anbetracht der bevorstehenden Abschlussprüfung wurden auch die derzeitigen Anwärter eingeladen an dieser Übung teilzunehmen, um sich ein Bild vom Zug zu machen und eventuell die Wahl ihrer späteren Dislozierung zu bestärken.

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