Der OV Ulm informiert

Technische Hilfe auf der Donau

Ein Bericht von: Walter Link

Starke Regenfälle der letzten Tage bringen das THW auf den Plan

 

Nach einem Anruf der besorgten Crew des Ulmer Ausflugsschiffes "Ulmer Spatz" am Samstagnachmittag wurden die beiden Anleger vom Gruppenführer der Fachgruppe Wassergefahren besichtigt. Die starken Regenfälle in Süddeutschland ließen Donau und Iller stark ansteigen und brachten viel Schwemmholz mit sich. Ein Anlegen mit dem Ausflugsschiff war angesichts der Menge an angetriebenem Holz unmöglich. Die Baumstämme und das viele Kleinholz hatten sich derart unter, hinter und am Anleger verkeilt, dass ein einfaches Entfernen nicht möglich war. Die Stabilität der beiden sehr soliden Anleger war aber noch nicht gefährdet.

Nachdem die Vorhersage des Hochwassernachrichtendiensts einen Rückgang der Strömung vorhersagte wurde entschieden, das Schwemmholz erst am nächsten Morgen zu beseitigen. Aufgrund der sehr starken Strömung (Abfluss über 300 m³/s), den vielen Baumstämmen (teilweise bis zu 8 m lang), die angetrieben kamen, und der bald beginnenden Dunkelheit wäre ein Einsatz nur unter erschwerten Bedingungen und erhöhter Gefährdung der Helfer möglich gewesen.
Am Sonntagmorgen um 0800 rückten daraufhin 5 Mann mit MAN, MLW und dem Boot "Nelly" aus an die Donau. Vom Wasserplatz am Kraftwerk Böfinger Halde ging es mit dem Boot stromaufwärts zum Anleger "Metzgerturm". Die Donau hatte sich über Nacht bereits beruhigt, bei einem Abfluss von ca 200 m³/s war die Donau nun ruhiger und auch weitgehend frei von schwimmenden Baumstämmen oder ähnlichem.

Mit Hilfe des Bootes, der Kettensäge und einigen langen Stechpaddeln wurde der Anleger am Ulmer Ufer innerhalb von 3 Stunden freigeräumt. Dabei kam auch ein ca. 2m² großes Jetfloat-Element als kleine schwimmende Arbeitsplattform zum Einsatz.
Anschließend wurde noch der Anleger des Solarboots und der Anleger des Ulmer Spatz in der Friedrichsau vom angeschwemmten und verkeilten Schwemmholz befreit und wieder einsatztauglich gemacht. Hier war aufgrund der Aufstauung der Donau jedoch wesentlich weniger und auch nur kleineres Material angeschwemmt worden.
Nach 7 Stunden war alles Material dann wieder einsatzbereit im OV verstaut.

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