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Sousse macht Hoffnung

Ein Bericht von: Hermes Klöble

Ausbildungsprojekt für den Katastrophenschutz in Tunesien geht weiter. Seit 2012 unterstützt der Ortsverband Ulm aktiv diese Partnerschaft und entsendet regelmässig Experten nach Tunesien.

 

Mittlerweile ist es nun schon die achte Grundausbildung, die in Tunesien seit 2012 stattfindet. (Hinzu kommen noch eine ganze Reihe von Fach und Spezialausbildungen) Man spürt, daß auf beiden Seiten schon etwas Routine einkehrt und vieles reibungsloser läuft.
Was sich nicht verändert hat und hoffentlich auch nie ändern wird, ist die Herzlichkeit und Lebensfreude mit der einem die Menschen begegnen, wenn man sich ihnen nur ein wenig öffnet.

Temperaturen über 40 Crad und einige Erkältungen konnten die 45 Freiwilligen und ihre Ausbilder des ONPC nicht abhalten, jeden Tag an ihre Grenzen zu gehen. Das ging so weit, dass sechs Helfer sogar wegen Erschöpfung kurzfristig ins Krankenhaus mussten. Doch spätestens am nächsten Tag standen sie wieder voll da. Letztlich war es nie tragisch, zeigt aber mit welchem Eifer und Willen alle dabei waren.
Neu war in diesem Jahr auch, dass alle, an der Ausbildung beteiligten, im gleichen Hotel untergebracht waren. Dadurch war der Kontakt untereinander natürlich noch intensiver und die Nächte noch kürzer, denn tunesische Freiwillige können nicht nur arbeiten, sondern auch Tanzen und die Gemeinschaft feiern. Es gab aber auch viele, sehr persönliche Gespräch, aus denen die Sorge über die eigene und die Zukunft des Landes sprach.
Der Ausbildungsort Sousse war auch der Ort des Anschlags am Strand vor einem Jahr, der den Tourismus in Tunesien nahezu vernichtete. Aus unserer Gemeinschaft kam die Idee, dass tunesische und deutsche Katastrophenschutzhelfer zusammen ein Zeichen setzen gegen menschenverachtende dumme Gewalt. Es war sehr bewegend und beeindruckend, wenn ca.70 Menschen in Uniform zwischen den Badegästen einen Strand entlang gehen und an dem leeren Teil des Strandes Blumen nieder legen.

Schon bald war klar, dass dies ein harter Abschied werden würde mit vielen Tränen. Und so kam es dann auch, selbst altgediente Feuerwehrmänner hatten Tränen in den Augen. Von Daher kann man sagen, dass uns das Projekt der Begegnung absolut geglückt ist. Wenn jetzt auch noch die Gemeinschaft zwischen Hauptamtlichen ONPC Helfern und den Ehrenamtlichen in der Zukunft so weiter geht wie wir sie erleben konnten, waren es nicht nur zwei sehr schöne Wochen, sondern auch eine gute Investition in die Zukunft von Tunesien und auch Europs, denn Demokratie und Frieden hilft uns allen.

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