Der OV Ulm informiert

Unterstützung auf der Donau

Ein Bericht von: Benjamin Dangel

Fachgruppe Wassergefahren unterstützt 4. Einstein-Triathlon in Ulm

 

Auch dieses Jahr hatten wir, wie auch in den vergangenen Jahren, wieder unser Jetfloat-System als 120m² große schwimmende Startplattform beim Einstein-Triathlon im Einsatz. Bis Sonntag früh um 7 Uhr war es dieses Jahr allerdings noch fraglich, ob das Schwimmen überhaupt stattfinden konnte. Wir erwarteten auf Grund der heftigen Regenfälle im Alpenvorland eine große Hochwasserwelle samt Schwemmholz aus dem Allgäu über die Iller. Kurzzeitig wurden in der Nacht auf Samstag fast 500m³/s Abfluss an der Messstelle Bad Held gemessen und die Radwege am Donauufer waren teilweise überflutet. Wir konnten daher am Samstag nur das Jetfloat-System aufbauen, nicht aber wie gewohnt die Startstellen vorbereiten und die Startplattform bis zur Eisenbahnbrücke hochschleppen.

Die endgültige Entscheidung fiel dann Sonntag morgen um 7 Uhr zusammen mit dem Veranstalter und Vertretern von DLRG und Wasserwacht - das Schwimmen findet statt, allerdings mit direktem Wasserstart an der Eisenbahnbrücke, Startplattform auf Grund der immer noch sehr hohen Strömung (230m³/s) erst ab dem Start der olympischen Distanz am Schwal. Zusätzlich entschieden Veranstalter und Kampfrichter, dass bei den aktuellen Wassertemperaturen um die 14 Grad Celsius das Tragen des Neopren-Anzugs auf allen Distanzen für die rund 1100 angemeldeten Teilnehmer Pflicht ist.

Sonntag Morgen um 7.30 Uhr trafen sich 9 Helfer der FGr Wassergefahren, der 2. Bergung und des Stabs im Ortsverband, der zu der Zeit noch im Nebel lag.
Mit unserem Boot "Nelly", einem Ponton samt Außenbordmotor und unserem Schubboot im Gepäck ging es dann an unseren Wasserplatz am Kraftwerk Böfinger Halde.
Ein Teil der Mannschaft begann dann sofort damit, die Startplattform mit dem Schubboot stromaufwärts in Richtung Schwal zu schleppen. Die restliche Mannschaft machte „Nelly“ und das Ponton einsatzbereit und verlegte dann an den Schwal um hier die Fixpunkte am Ufer für die Startplattform vorzubereiten.
Verankert wurde diese dort mit mehreren Leinen am Ufer. Zusätzlich wurde die Plattform mit zwei Ankern und Grundgewichten festgesetzt um diese beim Absprung der bis zu 200 Starter pro Welle zu stabilisieren. Das Schubboot dockte zusätzlich am Ende der Startplattform in der Strommitte an, um einen Teil der Strömungslast abzufangen. Bei herrlichem Sonnenschein und angefeuert von zahlreichen Zuschauern auf beiden Seiten der Donau gingen dann jede Menge Schwimmer in drei Startwellen an den Start. Der Zustieg der Schwimmer erfolgte von Neu-Ulmer Seite aus über einen kleinen Steg. Unsere anderen beiden Boote und die restlichen Helfer hielten sich im Hintergrund am Ufer und auf der Startplattform bereit um den Schwimmern notfalls zu helfen oder im Falle eines Losreißens der Plattform sofort eingreifen zu können.

Nach dem olympischen Start am Schwal wurde die 40 Meter lange und 3 Meter breite Startplattform stromabwärts an den Start für die Fun-Distanz verlegt. Der Fun-Start erfolgte dieses Jahr ebenfalls von Neu-Ulmer Seite aus auf Höhe der Kantstraße. Dies ist die kürzeste Distanz, der sog. Jedermann-Start. Hier gab es wieder drei Startwellen und jede Menge Zuschauer die die Athleten bei ihrem Sprung ins kalte Nass anfeuerten und für gute Stimmung sorgten.
Abschließend wurde die Jetfloat-Plattform wieder mit dem Schubboot ans Kraftwerk verlegt, die Boote ausgekrant und das Material gegen 16 Uhr wieder Einsatzbereit im OV geparkt.

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